Ich bin kein Fall.
Die Leben von Anna O., Bertha Pappenheim und P. Berthold
Wieviel Anpassung an eine Gesellschaft ist notwendig und an welchem Punkt verliere ich mich selbst?
Die von Eleganz aus Reflex begonnene Auseinandersetzung mit der Geschichte des Antisemitismus und dem Leben deutscher Jüdinnen und Juden wird mit der Arbeit Ich bin kein Fallfortgesetzt.
Im Mittelpunkt steht dabei das Leben der Frankfurterin Bertha Pappenheim. In einem choreographierten Sprechtheaterabend wird die Zerrissenheit Berthas zwischen Anpassung und Widerstand, Selbstbestimmung und den Erwartungen der Gesellschaft, ihren liberalen Überzeugungen und dem Wunsch, diese mit der eigenen Religionsgemeinschaft sowie der damaligen deutschen Gesellschaft in Einklang zu bringen, sichtbar gemacht.
Berthas Leben spiegelt ein Stück Frankfurter Stadtgeschichte wider und steht für die Befreiung aus gesellschaftlichen Zwängen, den Kampf gegen Frauenhandel und die Bedeutung von Sprache und Ausdruck für die Heilung.
In dieser Inszenierung verbinden sich Frauenrechte mit psychischer Gesundheit und sozialem Aktivismus – Themen und Bedürfnisse, die heute wieder stark bekämpft und in Frage gestellt werden; und deren Errungenschaften zurückgedrängt werden sollen.#
Premiere: 28.11.2025
Weitere Vorstellungen: 29. und 30.11.2025 sowie 5. bis 7.12.2025
Die Aufführungen am 29.11.2025 und 05.12.2025 werden in Deutsche Gebärdensprache verdolmetscht.
Am 29.11.2025 im Anschluss an die Aufführung Artist Talk x Jens Schmidt: Wie entstand die Arbeit zur Bertha Pappenheim? Und wie gestaltet sich die Arbeit im Kollektiv? Was lässt sich über die Bühne erfahren, was über das Gesehene hinausgeht? Wie versteht die Regisseurin die Arbeit an einer jüdischen Frauenfigur des letzten Jahrhunderts. Und wie treten die Schauspielerinnen an die Umsetzung dieser Rolle(n) heran? Im Anschluss an die Aufführung wird das Kollektiv um Eleganz aus Reflex und den Schauspielerinnen gemeinsam mit Carolin Heymann-Serota ins Gespräch treten, um die Aufführung nochmal aufzurollen. Dazu wird der Frankfurter Koch Jens Schmidt eine Leckerei kredenzen.
Jens Schmidt kommt aus dem schönen Luftkurort Frankfurt am Main, hat zwischen Schnitzelbude und Sternerestaurant einiges gesehen und isst genauso gerne, wie er kocht.
Am 06.12.2025 findet im Anschluss an die Aufführung eine Veranstaltung mit Sabena Donath und Laura Cazés statt: Jewish Female Empowerment und das Erbe Bertha Pappenheims heute.
Gefördert von
Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturamt Frankfurt am Main, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Stiftung Polytechnische Gesellschaft






© Robert Schittko